Der Würfelmann

“Es gibt ein Buch von Luke Rhinehart, “Der Würfelmann”, welches mich sehr geprägt hat. Rhinehart vertritt die Theorie, dass alle Möglichkeiten in uns angelegt sind. /Er ist bestimmt nicht der Erste, der dies beschreibt, allerdings hat er eine schön extreme Form in seinem Buch dafür gefunden.) Wenn wir auf die Welt kommen, können wir alles sein. Nur, um ein funktionierendes Mitglied der Gesellschaft zu werden, müssen wir uns auf eine immer wieder erkennbare Persönlichkeit reduzieren. Und früher oder später glauben wir daran, dass wir nur diese eine Persönlichkeit sind. Als Schauspieler arbeitest du konträr. Du musst ständig forschen nach dem Liebhaber in dir, nach dem Mörder, dem Feigling, dem Helden. Und man kann eine Menge in sich finden. Nur kommen alle diese Seiten ganz selten ans Tageslicht. Bei der Sauspielrolle hast du mehrere Wochen Zeit, die Eigenschaften rauszuholen und zu bearbeiten. Bei der Improvisation geht es viel schneller. Wir werden immer wieder gefragt, warum probt ihr eigentlich, wenn eh alles improvisiert ist. Wir müssen natürlich einerseits die Spielstrukturen proben, andererseits muss man neben Schnelligkeit, Teamarbeit u.a. das Freiblasen dieser zensierten Kanäle üben, wie ein Sportler seine Muskeln trainieren muss, sonst funktioniert es nicht.”

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